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Storytelling – Die richtige Geschichte für Dein Unternehmen

Seit jeher haben sich Menschen Geschichten erzählt. Sie vermitteln Werte, sie wecken Bedürfnisse, sie fordern zum Handeln auf, sie zeigen Visionen, sie werfen Köder aus…. Und jedes Unternehmen hat eine Geschichte und jedes Unternehmen sollte sie ihren KundInnen erzählen! Denn Geschichten bringen Erfolg. Sie sind Grundlage für ein gelungenes Employer Branding, für die Marketingstrategie, PR und die Vermittlung von den Werten, für die das Unternehmen steht. Die Frage ist: Was ist eine (gute) Geschichte, wo findet man sie und wie erzählt man sie?

Storytelling – Was ist eine gute Geschichte?

Bevor man einfach darauf los schreibt, muss man sich klar machen, worüber man eigentlich schreiben möchte. Für Unternehmen heißt das, sich in erster Linie zu fragen, welches Bedürfnis man mit dem angebotenen Produkt befriedigen möchte. Sich dabei die Maslowische Bedürfnispyramide einmal genauer anzusehen, ist einer der ersten Tipps, die ich meinen KundInnen gebe. Ein Unternehmen aus der Verkehrsbranche, beispielsweise ein Flug- oder Bahnunternehmen, möchte aller Wahrscheinlichkeit nach die Bedürfnisse seiner KundInnen nach Selbstverwirklichung und Individualität befriedigen. Liegt eigentlich auf der Hand, doch es schadet nicht, sich das auch kurz einmal sehr bewusst zu machen und aktiv darüber nachzudenken.

Und wie erzählt man sie?

Hat man sich einmal bewusst gemacht, welche Bedürfnisse, in diesem Beispiel Selbstverwirklichung und Individualität, mit dem angebotenen Produkt gestillt werden, kann man sich daran machen, einen Helden zu finden, mit dem die Geschichte erzählt wird. Dabei ist es für Unternehmen wichtig, nicht das Unternehmen selbst als Helden darzustellen. Das wäre zu abstrakt. Viel besser ist man beraten, einen Menschen zum Helden zu machen. Am besten einen, mit dem sich möglichst viele Personen identifizieren können. Natürlich hat der Held ein Dilemma zu lösen aus dem er sich schließlich befreit. Für Unternehmen ist es signifikant, in der Geschichte zu erzählen, was es von anderen Unternehmen unterscheidet, wie es sich als besonders auszeichnet und welche Visionen und Ziele es verfolgt.

Dabei ist es wichtig, mit der Geschichte Emotionen zu wecken. Sie erzeugen lebhafte Bilder in unseren Köpfen, sie wecken Sehnsüchte und Bedürfnisse von denen wir manchmal gar nicht wissen, dass wir sie haben. Die emotionale Kommunikation ist ein unbewusster, automatischer Prozess. Durch das Eintauchen in die Geschichte werden Reaktanz und Skepsis ausgeblendet. Dabei kann man sich einer breiten Palette bedienen: Das gesprochene Wort oder auch der geschriebene Text, Musik in Werbespots und Bilder, bewegt oder statisch. Die Möglichkeiten scheinen unendlich.

Was braucht eine Geschichte?

Egal, wie Geschichten erzählt werden – sie haben alle die selben Zutaten:

  • jede Geschichte braucht einen guten Grund, der es lohnt, die Geschichte zu erzählen
  • jede Geschichte hat einen Helden
  • jede Geschichte beginnt mit einem Konflikt
  • jede Geschichte berührt die ZuhörerInnen auf emotionale Weise
  • gute Geschichten sind viral.

Wo findet man eine gute Geschichte?

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird ist, wo Unternehmen eigentlich gute Geschichten finden. Die Antwort ist ganz einfach: Such nicht nach der Geschichte – sie kommt zu dir, wenn du mit offenen Augen und Ohren beobachtest und zuhörst! Komme mit Menschen ins Gespräch. Du kannst nur herausfinden, warum jemand für ein Unternehmen arbeitet, indem du nach seiner Motivation fragst. Frage deine KundInnen, warum sie genau dein Produkt gewählt haben. Wechsel selbst die Perspektive und versetze dich in die Lage deiner Mitarbeitenden und/oder KundInnen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich in den sozialen Medien, wie Facebook, Twitter, Instagram, TikTok und Co zu informieren und zu (inter-) agieren. Denn genau dort findet man seine potentiellen MitarbeiterInnen und KundInnen. Dr. Oetker hat in den letzten zwei Jahren schon fast einen Kultstatus erreicht, was seine Kommunikation auf Twitter betrifft. Durch die neue Linie hat das Unternehmen immer wieder auf sich aufmerksam gemacht und zahlreiche neue Follower und damit KundInnen dazu gewonnen. Dabei hat das Unternehmen sich gar nicht selbst auf die Suche nach der Story gemacht, sondern lediglich auf seine KundInnen reagiert – die (Erfolgs-) Geschichte daraus ist ganz von selbst entstanden.

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